Nach dem Tod einer Frau in Marchtrenk in Österreich sitzen ihr Ehemann und ein weiterer Verdächtiger in Untersuchungshaft. Doch die Ermittlungen gehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wels in Oberösterreich über die zwei Männer hinaus. Derzeit werde untersucht, ob es weitere Täter gebe. Der 51 Jahre alte Ehemann wird verdächtigt, seine 39 Jahre alte Frau im Juni so schwer sexuell missbraucht zu haben, dass sie an inneren Verletzungen starb. Die Frau sei stark alkoholisiert gewesen, Hinweise auf Betäubungsmittel gebe es derzeit nicht, hieß es von der Justizbehörde. Die Leiche der Frau sei von der gemeinsamen, 14 Jahre alten Tochter im Ehebett gefunden worden, heißt es in Medienberichten. Der Ehemann wiederum hätte dann gegenüber der Polizei von einem „Unfall bei Sexspielen“ gesprochen. Laut der Onlineausgabe der „Kronen“- Zeitung (verlinkt auf https://www.krone.at/4281728) erklärten die zuständigen Mordermittler, sie hätten „noch nie so einen Fall“ erlebt. Durch den Bericht der „Kronen Zeitung“ wurde zudem bekannt, dass sich der Ehemann zuvor zweimal zusammen mit einem weiteren Mann an ihr vergangen haben soll. Dabei soll womöglich auch Geld geflossen sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der zweite Verdächtige im Unterschied zum Ehemann geständig. Führen Chatnachrichten zu weiteren Verdächtigen? In der Nacht des tödlichen Missbrauchs sei auch die Anwesenheit eines dritten Mannes geplant gewesen, der aber dann nicht aufgetaucht sei, hieß es von der Behörde. Aus Chatnachrichten zwischen den beiden mutmaßlichen Haupttätern ergab sich der Verdacht, dass sich noch weitere Männer an der Frau vergangen haben könnten. Konkrete Hinweise liegen dazu aber noch nicht vor. Der Ehemann – von Beruf Lkw‑Fahrer – steht unter dem Verdacht des Missbrauchs einer wehrlosen oder beeinträchtigten Person mit Todesfolge. Die zwei Taten des anderen Mannes sollen sich Stunden davor und zu einem früheren Zeitpunkt abgespielt haben. Er wird zwar nicht für den Tod der Frau verantwortlich gemacht, doch er steht ebenfalls unter Missbrauchsverdacht. Auch wenn das Ausmaß dieses Falles noch unklar ist, weckt er Erinnerungen an Gisèle Pelicot. Die Französin war von ihrem damaligen Mann über knapp zehn Jahre immer wieder mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Fremden zur Vergewaltigung angeboten worden. Ihr Ex-Mann und 50 Mitangeklagte wurden zu Haftstrafen verurteilt.